
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: weniger als vier von zehn Lehrern haben 2025 dem Pakt zugestimmt, und die Verwaltungsmaschine ächzt weiterhin. Dennoch besteht das Ministerium darauf, den Kurs beizubehalten und verspricht feinere Kriterien sowie eine Verteilung der Mittel, die endlich den Gegebenheiten vor Ort angepasst ist. Zum neuen Schuljahr werden einige Maßnahmen nur für als prioritär eingestufte Einrichtungen geöffnet, mit der Aussicht auf eine angepasste Vergütung, die je nach Akademie steigt oder sinkt. Ein Bildungssystem in Frankreich mit mehreren Geschwindigkeiten, das ist die Realität?
Gesetzentwurf für den Haushalt 2026: welche Maßnahmen für die nationale Bildung?
Der Gesetzentwurf für den Haushalt 2026 markiert einen neuen Schritt für die nationale Bildung. Das Staatsbudget für die Schulbildung wird mit mehreren Millionen Euro zusätzlichen Mitteln aufgestockt, so die Ankündigungen des Bildungsministeriums. Die Prioritäten sind klar: mehr Mittel für die inklusive Schule, Stärkung der prioritären Bildung und konkrete Antworten auf die explodierenden Bedürfnisse sowohl im Primarbereich als auch im Sekundarbereich.
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Dieses neue Budget eröffnet die Möglichkeit für Stellenneuschaffungen, insbesondere in den Bereichen, in denen die Schülerzahlen wieder steigen. Doch das Gleichgewicht bleibt fragil: Die Verteilung der Mittel wird genau überwacht, mit dem ausdrücklichen Auftrag, die Zuweisungen laufend anzupassen. Eine neu eingerichtete Evaluierungsstelle wird darauf achten, dass das Geld dort ankommt, wo der Druck spürbar ist, und nicht nur in den großen traditionellen Akademien.
Parallel dazu nimmt die Fortbildung und die anfängliche Ausbildung an Fahrt auf. Das erklärte Ziel: den Lehrern zu ermöglichen, sich nicht nur an die sich schnell abwechselnden pädagogischen Reformen anzupassen, sondern auch an die Veränderungen in der Gesellschaft. In diesem Kontext wird der 2026 verlängerte Lehrer-Pakt zu einem der aktuellen Brennpunktthemen. Er setzt die Kontinuität fort, führt jedoch Kriterien für die Berechtigung und Vergütung ein, die die Situation für die Teams vor Ort verändern.
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Die Maßnahmen zur individuellen Unterstützung und die Einsätze außerhalb der Schulzeiten erhalten finanzielle Unterstützung, wobei besonderes Augenmerk auf die prioritären Bildungszonen gelegt wird. Die Verteilung zwischen Primar- und Sekundarbereich bleibt unter Beobachtung, da jede Akademie ihre Bedürfnisse angesichts der nicht unbegrenzten Haushaltsmittel rechtfertigen muss.
Gehaltsreformen: was sich konkret für die Lehrer ändert
Der 2026 verlängerte Lehrer-Pakt verändert die Karten der Vergütung der Lehrer im Primar- und Sekundarbereich. Ein Stillstand ist nicht mehr möglich: Die Neugestaltung der Prämien und Vergütungen zielt darauf ab, die Unterschiede zwischen den Lehrkörpern zu verringern, während gleichzeitig die ergänzenden Aufgaben, die von den Lehrerteams akzeptiert oder erlitten werden, hervorgehoben werden.
Im Primarbereich wird die ISAE-Begleitvergütung verdoppelt. Ein erwarteter Schritt, der darauf abzielt, die Situation der Grundschullehrer näher an die ihrer Kollegen im Sekundarbereich zu bringen, wo auch die ISOE-Orientierungs- und Bildungsvergütung steigt. Diese Angleichung geht einher mit einer Neuorganisation der Nebenaufgaben: verstärkte Unterstützung für die Schüler, Steuerung der individuellen Hilfen, all dies sind Aufgaben, die nun anerkannt und geregelt werden.
Hier sind die wichtigsten angekündigten Maßnahmen:
- Verdopplung der Begleitvergütung für den Primarbereich
- Wertsteigerung der Orientierungsvergütung für den Sekundarbereich
- Spezifische Prämien für das Engagement in den Aufgaben des Lehrer-Pakts
Das Bildungsministerium sieht diese Entwicklung im Rahmen einer umfassenderen Überlegung zur Karriere der Lehrer sowie zur anfänglichen und fortlaufenden Ausbildung. Was hier auf dem Spiel steht, ist die Attraktivität des Berufs, die Anerkennung des Engagements vor Ort und das Versprechen, bestimmte unsichtbare Anstrengungen nicht länger zu ignorieren. Ja, die durchschnittliche Vergütung steigt. Aber die Unterschiede bleiben bestehen, von Akademie zu Akademie, von Niveau zu Niveau. Hinter der Ankündigung bleibt Wachsamkeit geboten: Die Anerkennung spezifischer Aufgaben und die Vereinfachung der Maßnahmen sind noch nicht für alle Realität.

Audit des Rechnungshofs: der Lehrer-Pakt auf dem Prüfstand
Der Rechnungshof zieht eine gemischte Bilanz des Lehrer-Pakts. Die Institution weist auf die Komplexität eines Systems hin, in dem im Sekundarbereich die Schulen und Gymnasien Schwierigkeiten haben, alle vorgesehenen Aufgaben zu erfüllen. Mehrere Berichte bestätigen: Die Teilnahme der Lehrer an den Maßnahmen „Pakt Hausaufgaben gemacht“ und an der kurzfristigen Vertretung (RCD) bleibt gering. Die Beteiligungsquote entspricht nicht den Erwartungen des Bildungsministeriums.
Die vom Direktorat für Bewertung, Vorausschau und Leistung (DEPP) veröffentlichten Zahlen zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Akademien und Einrichtungen. Die kurzfristige Vertretung, die als einer der wesentlichen Fortschritte des Pakts präsentiert wurde, stößt auf Hindernisse: Personalmangel, starre Organisation und Überlastung der Stundenpläne. Vor Ort beklagen die Schulleiter die Komplexität der Verfahren und die Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Finanzierung.
Einige Schlüsseldaten
Hier sind einige Daten, die die Situation veranschaulichen:
- Weniger als 40 % der Lehrer im Sekundarbereich haben 2025 an einer Maßnahme des Pakts teilgenommen
- Die Maßnahme zur kurzfristigen Vertretung deckt nur 60 % der Abwesenheiten in den Schulen und Gymnasien ab
- Die Maßnahmen „Hausaufgaben gemacht“ sprechen kaum einen Lehrer von fünf an
Der Rechnungshof fordert eine Überprüfung der Governance der Maßnahme: die Aufgaben zu klären, die Verfahren zu vereinfachen und die Ressourcen anzupassen. Das Jahr 2026 verspricht einen entscheidenden Wendepunkt. Zwischen Reformwillen und täglicher Realität wird die französische Schule entscheiden müssen: den Kurs beibehalten oder die Organisation des Lehrer-Pakts grundlegend überdenken. Der Termin steht fest.